Abschlussübung Freiwillige Feuerwehr

Mit Blaulicht rückte die Freiwillige Feuerwehr Horstmar mit den beiden Löschzügen Horstmar und Leer am Samstag zur traditionellen Jahresschlussübung aus.
Zahlreiche Zuschauer, unter ihnen Mitglieder der Altersehrenabteilung sowie der stellvertretende Bürgermeister Ludger Hummert und Ordnungsamtsleiter Georg Becks verfolgten den letzten Übungseinsatz mit großem Interesse.
Angenommen wurde ein Brand im vierstöckigen Haus Loreto in der Bauerschaft Haltern mit drei Verletzten und einem Feuer im oberen Bereich des Hauses. Durch die Brandmeldeanlage des Hauses wurde die Feuerwehr informiert. Schon nach kurzer Zeit rückten die Fahrzeuge mit den Besatzungen an. Die ersten Eindrücke vor Ort waren Rauchentwicklungen im Dachgeschoß und die Hilferufe der Verletzten. Der dringendste Einsatz galt jetzt der Bergung der Verletzten. Er war nicht ganz unproblematisch, denn die Feuerwehrkameraden mussten sich mit Atemschutzgeräten im großen Gebäude mit drei Aufgängen zurechtfinden und nur der mittlere führte bis ins Dachgeschoß wo die Verletzten lagen. Beschwerlich war der Abtransport über die steilen Treppen nach unten. Hier warteten schon Mitglieder des DRK Horstmar, die die Verletzten in Obhut nahmen und ein Auffanglager in einer Garage errichtet hatten. Der zweite Abschnitt galt der Brandbekämpfung. Dabei gab es Unterstützung durch die Drehleiter der Feuerwehr Burgsteinfurt. Wasser wurde den in der Nähe liegenden Hydranten entnommen. Die Wassermenge reiche bei einem größeren Brand nicht aus, hieß es in der Manöverbesprechung, die nächste größere Wasserentnahmestelle liege zwei Kilometer entfernt auf dem Hofe Köninck.
„Wir sind bei dieser Übung trotz des aktiven Einsatzes von 70 Feuerwehrkameraden und dem größtmöglichen Einsatz von Fahrzeugen bei der Größe des Gebäudes an die Grenzen unserer Leistungsfähigkeit gelangt,“ beurteilten Stadtbrandinspektor Tobias Berkenharn und Brandoberinspektor Tobias Laurenz, die die Übung ausgearbeitet hatten. Ihr besonderer Dank galt dem Hause Loreto und insbesondere der Einrichtungsleiterin Elke Thoms, die für eine reibungslose Evakuierung aller Hausbewohner gesorgt hatte. Mit im Einsatz waren auch Mitglieder der Jugendfeuerwehr, die mit viel Enthusiasmus die Verletzten mimten. Dabei konnte Tobias Berkenharn berichten, dass nach dem Zeitungsbericht über die Nachwuchsprobleme der Wehr bereits vier Jugendliche ihr Interesse bekundet haben.









