Müllsammelaktion "Frühjahrsputz in Leer"

Der Himmel meinte es gut mit den Helfern bei der Müllaktion in Leer. Am vergangenen Samstagmorgen verschloss er an dem regnerischen Tag für drei Stunden seine Regenpforten. Es war genau die Zeit, die nötig war für die von der CDU Leer organisierte Müllsammelaktion, die unter dem Motto stand: Frühjahrsputz in Leer.
Es war die 32. und von Ludger Hummert ins Leben gerufen worden, wie der CDU-Vorsitzende Jens Rehaag bei der Begrüßung informierte. Sie sei inzwischen zum Selbstläufer geworden, er könne sich auf seine Gruppen verlassen, fügte er hinzu.
Besonders freute er sich über die Teilnahme vieler Kinder und Jugendlicher, die mit großem Eifer bei der Sache waren und sich nicht scheuten, über Gräben und Zäune zu springen. Der Grund sei wohl das größere Umweltbewusstsein, das schon im Elternhaus aber auch im Kindergarten und in der Schule vermittelt werde.
Doch auch die Erwachsenen waren gut vertreten. Es waren die Landfrauen, der landwirtschaftliche Ortsverein, die Kolpingfamilie, die Jugendfeuerwehr und weitere Freiwillige. Fünf Landwirte hatten kostenlos ihre Trecker zur Verfügung gestellt. Der Hegering nahm die Einteilung der Bezirke vor. So war sicherstellt, dass die Natur des gesamten Ortsteiles vom dem gereinigt wurde, was unliebsame Zeitgenossen hinterlassen hatten.
Jens Rehaag stattete die Helfer mit Greifzangen und Arbeitshandschuhen aus. Von Plastikverpackungen über Glasflaschen bis hin zu sperrigen Gegenständen wurde alles gefunden. Im Wald lagen sogar Radfelgen mit den dazu gehörenden Reifen. Dietmar Wahlers, dem Chef der Jugendfeuerwehr, fielen besonders die vielen Pizza-Verpackungen und Plastikbecher auf. Insgesamt stellte man einen Rückgang des Mülls fest. Das Ergebnis der Umweltaktion: ein halb gefüllter Container, der von der Stadt zur Verfügung gestellt wurde.
Neben dem praktischen Einsatz stand auch das Gemeinschaftserlebnis im Vordergrund. Nach getaner Arbeit trafen sich die Teilnehmenden zur Stärkung im Leerer Feuerwehrgerätehaus, bei dem die CDU-Landtagsabgeordnete Christina Schulze Föcking, die stellvertretende Bürgermeisterin Petra Raus und Brigitte Schulte für das leibliche Wohl sorgen.
Die Kosten hierfür übernahm die Kreissparkasse, die Schutzhandschuhe stellte die Fa. Ahlert zur Verfügung. „Gefühlt bin ich ein Leben lang bei Eurer Aktion dabei“ antwortete Christina Schulze Föcking auf eine entsprechende Frage, als sie mit einem Körbchen voller Slülßigkeiten durch die Reihen ging. Sie komme immer wieder gerne nach Leer, habe den jährlichen Termin seit 16 Jahren in ihrem Kalender als festen Termin gespeichert und sei immer wieder von der großen Resonanz bei der Säuberung der Natur begeistert. „Man packt in Leer zu und redet nicht lange“ war ihr Kommentar. Außerdem habe die Aktion insbesondere für die Kinder einen erzieherischen Wert.
„Diese Aktion hat gezeigt, was wir gemeinsam erreichen können,“ stellte Ina May, die stellvertretende Vorsitzende der Leerer Kolpingfamilie, fest. Die Müllsammelaktion setze damit nicht nur ein Zeichen für den Umweltschutz, sondern stärke auch den Zusammenhalt in der Gemeinde.